31. Jahrestg GPPP: Der Wandel in den Identitätsstrukturen und .. [ Zurück ]

Daten:
17.03. - 19.03.2017
Ort
HEIDELBERG
Kontaktperson:
Kontakt E-Mail
Webseite:
http://www.psychohistorie.de/
Kategorie:
Tagungen DE-AT-CH

Zusätzliche Infos

Kopmpletter Titel:
31. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie:

"Der Wandel in den Identitätsstrukturen und Beziehungen im Laufe der Geschichte"


b pdf Programm


alle Infos in der Website.


Eine wesentliche Dimension in der Geschichte ist der Wandel der Art, wie die Menschen sich selbst  und die Welt verstehen. Dies findet seinen Niederschlag in den gesellschaftlichen Strukturen und deren Wandlungen. Das ist das Thema der üblichen Geschichtsforschung. Doch es ist heute auf dem Hintergrund der psychohistorischen Forschungen von Lloyd deMause, Willy Obrist, Georg Oesterdiekhoff und anderen möglich, diesen Wandel des Selbst- und Welterlebens gewissermaßen auch von innen her zu beschreiben.
Eine Linie der Veränderung ist der Wandel der Gefühlsregulation von einer Regulation in Bezug auf geistliche oder weltliche Autoritäten hin zu einer persönlicheren Verantwortung für die eigenen Gefühle. Auch in den Bereichen der Moral, des Denkens, der Gestaltung von Beziehungen u.a. steht heute die eigene Verantwortung im Gegensatz zu früher im Vordergrund. Diese Veränderungen gehen einher mit der Relativierung der über lange Zeit vorherrschenden patriarchalen Ordnungen und Orientierungen und einer Zunahme der Bedeutung von Werten aus dem weiblichen und mütterlichen Bereich.  Man könnte auch sagen, die Männer stellen Sicherheit durch Ordnung her und die Frauen eher durch Beziehung. Der erste Teil der Tagung soll der Dynamik dieses Prozesses und der Relativierung der patriarchalen Ordnungen gewidmet sein und der zweite Teil dem Versuch einer Erfassung der Bedeutung der weiblich-mütterlichen Dimension in der Geschichte und in unserem Leben.
Insgesamt ist die Tagung eine Fortsetzung der Themen  der Tagungen von 2013 „Die Psychologie der Mentalitäts-enwicklung – vom archaischen zum modernen Bewusstsein“ (LIT, Münster) und von 2015 „Verantwortung für unsere Gefühle – die emotionale Dimension der Aufklärung“ (Mattes, Heidelberg).